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Nach dem Zweiten Weltkrieg
Der St. Bernhardshund hat bei uns den Zweiten
Weltkrieg besser überstanden als viele andere, grosse Rassen, dies
wohl zur Hauptsache deshalb, weil seit jeher Bauern, Metzger, Käser
und Wirte ihn züchteten; die Futterknappheit, die während des
Krieges so vielen ehemals bekannten Zuchten grosser Rassen den
Todesstoss gab, spielte in diesen Betrieben keine so einschneidende
Rolle. So wurden selbst 1944 und 1945 bei schärfster Rationierung der
Lebensmittel gar 80 und 86 Bernhardiner ins SHSB eingetragen
(vergleichs- weise waren es jedoch im Jahre 1930 deren 291). Das
Verdienst, die Zucht über diese schwierigen Jahre hinübergerettet zu
haben, kommt ohne Zweifel zur Hauptsache den Zwingern «v. Lueg»
(Grossenbacher, Affol- tern i. E.), «Zwing Uri» (Sigrist, Flüelen),
«Bornfeld» (Friedli, Kappel), «Melina» (Urben, Möhlin)», «Wallierhof»
(Landwirtschaftliche Schule Riedholz), «Lohnmatt» (Liechti, Lohn)
zu. Dabei sei aber nicht vergessen, dass auch andere, die während
dieser Zeit vielleicht nur einen oder zwei Würfe aufgezogen haben,
dennoch mithalfen, den Bestand an guten Zuchttieren durch die
schwierigen Jahre zu retten. Die Eintragungsziffern sind seit
Kriegsende kontinuierlich gestiegen, die Spitze mit 785 Eintragungen
pro Jahr wurde 1971 erreicht, seither sanken die Eintragungszahlen
wieder beträchtlich ab und liegen seit 1980 knapp unter der Zahl 300
pro Jahr. Die schweizerischen Eintragungen nehmen sich jedoch gegenüber
denen des American Kennel Clubs recht bescheiden aus, wurden hier doch
zum Beispiel im Jahre 1978 2936 Würfe mit insgesamt 9727 Welpen
eingetragen.
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